Ich drücke mein Gesicht an seine dunkle, warme Rinde
und spüre Heimat

und bin so unsäglich dankbar in diesem Augenblick

Sophie Scholl

"Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft" (ANW)
- Landesgruppe Thüringen e.V. -

HUBERTUS SCHROETER

Die "Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft" stellt sich vor!

Die "Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft" (ANW) wurde 1950 gegründet und ist ein unabhängiger Zusammenschluss von Forstleuten, Waldbesitzern, Wissenschaftlern und Waldinteressierten. Alle verbindet das Streben nach einer besonders verantwortungsbewussten, am umfassenden Nachhaltigkeitsbegriff orientierten und daher naturgemäßen Waldpflege. Die Durchführung von Kahlschlägen wird z. B. aus diesen Gründen abgelehnt. Die Mitglieder der ANW arbeiten konsequent an der ökonomischen und ökologischen Optimierung bewirtschafteter Wälder. In allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland existieren selbständige Landesgruppen, die in der Bundes - ANW (» www.anw-deutschland.de) zusammengeschlossen sind. Die einzelnen Landesgruppen führen jährlich mehrere Arbeitstagungen durchgeführt, die Ideen und Ergebnisse werden in der vereinsinternen Zeitschrift "Der Dauerwald" veröffentlicht, die seit Dezember 1989 2 mal im Jahr erscheint.

Die "ANW - Landesgruppe Thüringen e.V."

Die Landesgruppe Thüringen wurde am 30. Juni 1993 in Creuzburg gegründet und ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Sie hat zurzeit etwa 140 Mitglieder. In der Thüringer Satzung sind u. a. folgende Ziele festgeschrieben:
  • Die Förderung eines naturgemäßen und ökologischen Waldbaus und der Forstwissenschaft.
  • Die Pflege und Weiterentwicklung einer Grundauffassung von Wald und Waldbehandlung, die sich an den Strukturen und Lebensabläufen natürlicher Wälder orientiert und als Ziel einen vor allem ökologisch ausgerichteten Waldbau anstrebt, der dadurch stabiler - und auch ökonomisch interessanter wird. Aufbauend auf diesem Waldverständnis werden wesentliche Forderungen des Biotop- und Artenschutzes verwirklicht.
  • Die forstliche Fortbildung und die Pflege des persönlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausches.
  • Die Erhaltung und Einrichtung von beispielhaften Forstrevieren, in denen nach den Grundsätzen naturgemäßer Waldwirtschaft gearbeitet wird . Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.
  • Es finden jährlich zwei bis drei eintägige Exkursionen in Thüringen und eine mehrtägige Exkursion in andere Länder der Bundesrepublik statt. Die Bundes-ANW führt alle zwei Jahre alternierend eine zwei- bis dreitägige Bundes- bzw. Bundes-Delegiertentagung durch.



Grundsätze der ANW

1. Waldbau und Betriebswirtschaft

  • Schonender Umgang mit dem Standortpotenzial,
  • standortgerechte Baumarten der natürlichen Waldgesellschaften, wobei fremdländische Baumarten nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden,
  • möglichst kleinflächige Mischung standortgerechter Baumarten unterschiedlicher Dimension und unterschiedlichen Alters,
  • Einzelstammweise Pflege und Nutzung (Plenterprinzip) im Sinne permanenter Auslese und Vorratspflege,
  • waldverträgliche Schalenwilddichten.

2. Waldwirtschaft und Naturschutz

Naturgemäßer Wirtschaftswald ist ein Garant für mehr Waldnaturschutz. Wesentliche ökologische Grundsätze naturgemäßer Waldwirtschaft sind:
  • Stetigkeit von Produktion und Stoffumsatz,
  • Berücksichtigung auch kleinflächiger Standortunterschiede durch Förderung entsprechender Baumarten,
  • Förderung der Biodiversität durch horizontale und vertikale Mischung von Pflanzen auf ganzer Fläche,
  • höhere Artenvielfalt durch differenzierte lichtökologische Verhältnisse und angepasste Wildbestände,
  • Biotopholzvermehrung - belassen von Höhlen- und Biotopbäumen (der Umfang ist zurzeit in der Diskussion),
  • grundsätzlicher Verzicht auf Biozidanwendung.

Wir sind davon überzeugt, dass durch die Waldbewirtschaftung nach den Grundsätzen der ANW artenreiche, stabile und ertragreiche Wälder entstehen.
Naturwälder können durch diese Bewirtschaftung nicht ersetzt werden, aber viele naturschutzfachliche Aspekte können hierdurch in bewirtschafteten Wäldern besser integriert werden. Für einen verantwortungsvollen Artenschutz brauchen wir neben den Urwäldern einen "integrativen Weg" für bewirtschaftete Wälder. Hierzu und zu stabileren und leistungsfähigeren Wäldern kann die ANW einen wichtigen Beitrag leisten.



Kontakt:

Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft
Landesgruppe Thüringen
Vorsitzender
Hubertus Schroeter
Alte Post Straße
98553 Erlau

» hubertus.schroetere-mail-Bildforst.thueringen.de


Ehrenvorsitzender:

Peter Schwöbel


Geschäftsstelle:

Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft
Landesgruppe Thüringen
Geschäftsstelle
Ingolf Profft
Spohrstraße 5
99867 Gotha

» geschaeftsstellee-mail-Bildanw-thueringen.de


Weitere Personen im Vorstand:

Dirk Fritzlar, stellvertretender Vorsitzender
Daniel Heinrich, Schriftführer
Jörg Willner, Beisitzer
Wolfgang Grade, Beisitzer
Karsten Schr÷der, Beisitzer
Jens Frotscher, Beisitzer
Sebastian Weiss, Beisitzer